Mehr Besucher: 6 Traffic-Quellen ohne Google + Extra

Traffic ist für uns Webworker (fast) alles, wobei die meisten wohl ganz besonders auf Google bauen. Zugegeben geht es ohne Google kaum, doch gibt es durchaus noch die oder andere Traffic-Quelle. Ganze sechs (sieben) werden dir hier verraten.

WerbePraxis aktuell nannte „die Tage“ (okay im Dezember 2014) einige interessante Traffic-Quellen, die mitunter nicht unbedingt auf der Agenda eines Webworkers stehen. Von daher lohnt es durchaus, diese 6 Traffic-Quellen hier in WWG noch einmal aufzuzählen. Manche sind alten Hasen zwar alles andere als neu, aber WWG richtet sich ja auch an Neueinsteiger. Los geht’s…

Traffic ohne Google #1: Print und Co.

Ein Punkt, den wir als Webworker wohl oft außer Acht lassen, ist die Print-Werbung. Dabei geht es gar nicht mal um Zeitungsanzeigen, sondern typische Printideen wie Flyer, Postkarten, Plakate oder Prospekte. Ebenso aber auch um Werbung auf unseren (Firmen)Autos oder – wenn du regional tätig bist – unser Point of Sale. Letzte Idee steht „neudeutsch“ für den jeweiligen Verkaufsort, also beispielsweise deinem Ladengeschäft oder direkt an deiner Kasse. Überall können wir unsere Domain anbringen und so neue Kunden werben (oder Bestandskunden halten).

  • Flyer & Plakate
  • Postkarten & Briefkuverte
  • Anzeigen
  • Prospekte & Kataloge
  • Firmenautos
  • Point of Sale (Verkaufsort, Kasse)

Ebenfalls clever sind die derzeit trendigen QR-Codes für Smartphone-Nutzer. Einen solchen Code kannst du direkt neben deiner Webadresse platzieren. Irgendwie muss ich da gerade an meinen Liebling-China-Imbiss bei uns im Gewerbegebiet denken. Der gute Mann legt zwar Flyer im A4-Format aus, wo seine ganzen Gerichte draufstehen. Eine Telefonnummer zum „Vorab“-Bestellen ist ebenfalls angegeben. Eine Domain aber fehlt, wenn ich nicht irre. Möglicherweise sogar eine Website. Böser Fehler!

Traffic ohne Google #2: Social Media

Okay, Social Media ist mittlerweile ein alter Hut. Aber reichweitenstark und somit eine fantastische Traffic-Quelle ohne Google, auf die du nicht verzichten solltest. Wobei es natürlich erst einmal zu erkennen gilt, welcher Social Media Kanal zu dir passt. Facebook dürfte generell eine Idee sein. In Kombination mit einem eigenen Blog (siehe Traffic ohne Google Punkt drei) ist Facebook immer eine Idee.

Via Facebook kannst du auf deine Website verweisen, auf Angebote aufmerksam machen, neue Produkte oder neue Leistungen bewerben und und und. Facebook ist sogar so nett und bettet von deiner Website Vorschaubilder mit ein. Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte und können – bei guter Bildwahl – mitunter besser überzeugen als irgendwelches Verkaufsgeschwafel. Trotzdem solltest du immer ein bissel Text bringen. Apropos Facebook: Da die Reichweiten hier scheinbar immer mehr zurückgehen, sind auch Werbeanzeigen auf FB eine Alternative. Ausprobieren kannst du so etwas immer. Benutze außerdem Hashtags.

Ebenfalls ausprobieren kannst (und solltest) du neben FB einige andere Kanäle. Wenn du beispielsweise ein Restaurant (siehe „meinen“ China-Stand oben) betreibst, lohnen mit Sicherheit Bilder-Communities wie Instagram und Pinterest. Oder YouTube. Und das natürlich nicht nur für Restaurants. Auch für meinen neuen Harzer Wanderblog werde ich diese Kanäle mal antesten, wobei ich vom Erfolg – gute Fotos vorausgesetzt – eigentlich schon im Vorfeld überzeugt bin. Für meine Autoblogs funktioniert außerdem Twitter sehr gut. Ganz wichtig: Vermeide diese fünf Fehler im sozialen Netz.

Traffic ohne Google #3: Blogs

Blogs sind ebenfalls keine Unbekannte im Online-Marketing und nach wie vor eine Topidee für Traffic ohne Google. Zuerst natürlich einmal der eigene Blog, in welchen du über Neuigkeiten zu deinem Unternehmen informieren kannst. Via Social Media kannst du deine Artikel gleich verteilen und mitunter enorme Reichweiten erzielen. Auch bei Google kommen regelmäßige Neuigkeiten auf deinen Seiten gut an, Google liebt aktuelle Geschehnisse und überhaupt eine gewisse „Action“. Rein statische Seiten – so lange nicht in einer kleinen Nische angesiedelt – sind hingegen schon lange out. Doch es geht nicht nur um den eigenen Blog, sondern auch um fremde. Natürlich mit direktem Bezug zu deiner Branche.

Suche dir daher andere Blogger aus deinem Bereich. Kontaktiere diese Blogger, bitte um Gastbeiträge – dann aber bitte Fachartikel mit Mehrwert und keine reinen Werbeanzeigen -, biete kostenlos Produkte zum Testen an, ein Interview mit dir als Experten. Ideen gibt es viele. Die Blogger sind selbst sicher im Social Media-Bereich vertreten und bringen dir somit eine interessante Reichweite. Nebenbei gibt es den einen oder anderen Link direkt zu deinem Social Media Profil, Blog oder Shop.

Außerdem lohnen andere Blogs zum Kommentieren, wobei hier weniger mehr ist. Zum einen solltest du nicht wahllos in jedem Blog deinen Senf hinterlassen, zum anderen sollte dein Kommentar schon Hand und Fuß haben. Ansonsten wirst du schnell als Kommentarspammer gebrandmarkt und deine Kommentare gelöscht. Kleines Beispiel? Bei einem meiner Ratgeber zum Autoverkauf war ein User so clever und gratulierte mir zu dem Artikel mit den Worten „Sehr hilfreicher Beitrag!“. Seinen „Namen“ hatte der gute Mann (oder Frau) obendrein als hartes Keyword „Autoankauf Hannover“ angegeben. Klarer Fall von Kommentarspam. Drei Wörter ohne jede Aussage, dazu ein Keyword als Namen (und Verlinkung). So etwas lösche ich prompt. Wie wohl die meisten Webmaster.

Von daher: Kommentiere ausführlich, gehe auf den Artikel des anderen Bloggers ein. Nutze als Namen/Link deinen echten (Vor)Namen statt ein Keyword. Denn Google sieht das nicht unbedingt gern. Okay wäre auch, wenn du deinen Vornamen mit deiner URL kombinierst. Also „Dennis – WebWorkerGui.DE“. Wichtig: Schreibst du für andere Blogs Gastartikel, übertreibe es nicht und geh’ lieber maßvoll vor. Schau’ hierzu einfach mal in „7 schmutzige SEO-Tricks: Dafür straft dich Google ab“.

Traffic ohne Google #4: Der gute alte Newsletter

Der gute alte Newsletter wird seit Jahren totgesagt – ist er aber nicht. Tatsächlich funktioniert das E-Mail-Marketing nach wie vor bestens und gilt daher als eine der Topquellen für Traffic ohne Google. Kein Draht ist direkter zum Kunden und Leser als die E-Mail. Ob neue Artikel, neue Produkte, Sonderangebote; mit einer E-Mail kannst du deinem Kunden alles sagen. Wobei gerade solche Dinge wie eben Sonderangebote und Rabatte ziehen. Zumal du deine Kunden via Mail direkt auf eine Landingpage führen kannst.

Den Traffic kannst du also ganz gezielt auf bestimmte Bereiche (Seiten) deiner Webseite oder deines Shops leiten. Besser geht es nicht. Wobei du natürlich nicht erwarten darfst, dass von 100 Mail-Empfängern 50 eine Bestellung aufgeben oder überhaupt deine Mail öffnen. Unter Experten gilt eine Klickrate (also einen Klick auf einen Link in der Mail) von 1,5 Prozent bereits als gut, zwei und mehr Prozent sind Spitze.

Das in der Signatur deiner Mails die Webadressen deiner Seiten, Blogs und/oder Shops stehen, dürfte wohl logisch sein. Weitere Tipps zum E-Mail-Marketing findest du übrigens unter „Effektive Betreffzeilen: 16 Tipps für deinen Newsletter“ und „11 Tipps: So gewinnst du inaktive Empfänger zurück“.

Traffic ohne Google #5: Foren und Frage-Portale

Foren und andere Portale wie Frage-Antwort-Seiten sind die nächste gute Quelle für Traffic ohne Google. Egal welche Branche oder Thematik du verfolgst, passende Foren findest du immer. Ob Auto, Gesundheit, Versicherung, Reisen, Webdesign oder Haushalt. Google macht dir die Suche gewohnt einfach, schau’ einfach mal nach „Auto Forum“, „Auto Portal“ oder „Auto Community“, wobei du das „Auto“ selbstredend mit deinem Suchbegriff ersetzt. Google wird dir mehr als genug Treffer liefern.

Nachdem du dir ein paar relevante Foren rausgesucht hast, registriere dich und setze hier und da ein zwei Links. Doch Vorsicht: Forenbetreiber beobachten die Verlinkung externer Seiten mit großem Argwohn. Zeige also vorher, dass du mitreden kannst und eventuell sogar ein Experte auf deinem Gebiet bist. Bevor du überhaupt einen Link setzt, poste mindestens 20 oder 30 Beiträge. Eröffne außerdem neue Themen, zeige dich wissbegierig. Verteile deine Posts über ein paar Wochen. Wenn du hingegen gleich mit deinem ersten Post auf dein aktuelles Sonderangebot verlinkst, brauchst du dich über eine prompte Sperrung deines Accounts nicht wundern.

Vorsicht gilt zudem in deiner Foren-Signatur. Ein Link ist durchaus okay, aber bitte als schlichte URL. Also einfach www.WebWorkerGui.DE. Falsch wäre hingegen Werbesprache oder eine Verlinkung mit Keywords. Das mögen weder Forenbetreiber noch Google. Und noch mal: Lies’ dir den Beitrag „7 schmutzige SEO-Tricks: Dafür straft dich Google ab“ durch.

Traffic ohne Google #6: Die Suchmaschine Bing

Als sechsten Tipp für Traffic ohne Google nennt WerbePraxis aktuell ausgerechnet eine andere Suchmaschine, nämlich Bing von Microsoft. Zwar kommt Bing in Deutschland lediglich auf 1,82 Prozent (laut Statista, Juni 2014) und ist somit eigentlich nicht existent.

Trotzdem solltest du dir bei Bing einen Unternehmenseintrag anlegen. Zum einen ist der nämlich kostenlos, zum anderen nutzt Microsoft (wenig überraschend) die Bing Maps als Navi für seine Windows-Smartphones. Schaden kann ein Eintrag auf Bing also nicht. Den Eintrag kannst du übrigens hier vornehmen: www.bingplaces.com.

Traffic ohne Google Extra: YouTube & Videos

Wie im Titel versprochen, erweitere ich mal ganz frech die sechs Tipps für Traffic ohne Google um einen Extra-Tipp: YouTube. Ehrlich gesagt wundert es mich, dass WerbePraxis aktuell nicht an YouTube denkt, denn der Hype um das Videoportal – längst von Google aufgekauft – ist alles andere als neu. Wobei ich beim Tipp YouTube weniger an das typische Thema SEO denke, sondern schlicht an den (YouTube)User an sich.

Produktvideos, Tests, Auswertungen, Ereignisse; all das (und noch vieles mehr) kannst du via Video „bannen“, auf YouTube einstellen und damit Fans und User begeistern. Sei es ein neues Produkt, eine Erklärung zu deinem neuesten Service, die Auswertung und Analyse einer Nischenseite – wie es beispielsweise Peer von SiN gern macht -, ein Tutorial und How-to oder oder oder. Videos kannst du für alles nutzen. Dafür reichen schon eine günstige Kompaktkamera, eventuell ein Mikro für die Vertonung und eine Videosoftware. Schon kannst du loslegen.

Bei uns im (Nord)Harz gibt es beispielsweise eine Firma, die nennt sich Harzdrenalin. Die macht so verrückte Adrenalin-Sachen wie Wallrunning, wo es senkrecht und kopfvoran die Staumauer der Wendefurter Sperre – immerhin 43,5 Meter hoch – runtergeht. Oder aber die Megazipline. Eine Art Seilbahn, die einen Flug mit gescheiten Karacho über die Talsperre hinweg bietet. Das ganze wird auf Wunsch mit einer Actioncam aufgenommen und findet auf YouTube tausende Fans. Schau’ einfach auf YouTube und such’ mal nach „Megazipline Harzdrenalin“. YouTube solltest du also nicht außer Acht lassen, selbst wenn du nur über japanische Bonsaibäumchen bloggst. Zeige beispielsweise per Video, wie deine Leser/Fans ihre Bonsais umtopfen und pflegen müssen. Zeige, wie sie sich einen eigenen Bonsai ziehen können. Ideen findest du zu jedem Thema.

So, das soll’s jetzt aber auch gewesen sein. Zu YouTube gehe ich übrigens die Tage noch mal genauer ein und zeige dir – falls du es noch nicht gemacht hast -, wie du dir einen eigenen Kanal einrichtest. Natürlich per Video :-) Wenn du noch einen gute Idee für Traffic ohne Google hast, lass es mich wissen. Kommentare sind erlaubt, Kritik ebenfalls.

Quelle: werbepraxis-aktuell.de

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