Monetarisierung: Geld verdienen trotz wenig Traffic

Mit dem eigenen Blog Geld verdienen? Das wollen viele. Ebenso viele scheitern aber auch. Vor allem, wenn der Blog oder die Seite kaum Zugriffe hat. Doch selbst mit wenig Traffic kannst du Geld verdienen. Peer von SiN weiß Rat.

Geld verdienen kannst du mit einer eigene Website nur mit richtig viel Traffic. Das glaubst du? Blödsinn! Moment, das sage nicht ich. Sondern einer, der sich im Thema durchaus auskennt. Nämlich Peer Wandiger vom Selbstaendig-im-Netz.de, kurz SiN. Laut eigener Aussage verdient Peer als Affiliate jeden Monat über 2.000 Euro. Nicht schlecht, gelle? Ein bissel Ahnung muss Peer also schon von der Materie haben. Seinen Blog SiN – sowie seine anderen Seiten wie blogprojekt.de oder affiliate-marketing-tipps.de – solltest du dir daher unbedingt mal anschauen. Wahrscheinlich kennst du die Seiten sogar längst. Peer ist durchaus bekannt in der „Szene“.

Jedenfalls verriet der Peer vor ein paar Tagen Tipps, wie du auch mit wenig Traffic relativ gutes Geld verdienen kannst. Denn Hand auf’s Webworker-Herz: Nicht jedes Thema ist für tausende Zugriffe am Tag oder selbst im Monat geeignet. Wobei das Thema nicht der einzige Grund für wenig Traffic sein muss. Peer nennt hier zum Beispiel:

  • kleine Nische,
  • neue Website bzw. neuer Blog,
  • daher noch zu wenig Content sowie
  • starke Konkurrenz.

Vielleicht liegt es auch an einer schlechten Suchmaschinenoptimierung. Toller Content bringt dir letzten Endes nix, wenn du nicht wenigstens ein bissel an SEO denkst. Das gilt selbst für Nischen. Denn ist dein Content nicht mal halbwegs optimiert, wirst du von Google nicht viele Besucher erhalten. Weil dein Ranking einfach mies ist. Das aber sollte jedem Webworker klar sein.

Wenig Traffic gleich kein Geld verdienen?

Peer zufolge ist der (fehlende) Traffic aber gar nicht mal das Problem. Wobei ich zugeben muss, dass ich mich da bisher ebenfalls eher schwer getan habe. Ich habe also selbst einiges aus Peers Artikel mitnehmen können. Denn laut Peer bedeutet wenig Traffic nicht automatisch, wenig oder gar kein Geld zu verdienen. Ganz im Gegenteil liegt (oder vielmehr sitzt) das Problem eher vor dem Bildschirm. Nämlich der Webworker. Weil du und ich einfach einen falschen Ansatz verfolgen.

Werbebanner und AdSense bringen bei wenig Traffic nämlich nix. Oder zumindest eben wenig. Hier mal ein paar Cents, da mal ein paar Cents. Denn Werbebanner und AdSense „leben“ von viel Traffic. Soll heißen: Ohne ordentliche Zugriffszahlen kannst du kein Geld verdienen. Weil beide Ideen sehr stark vom Traffic abhängen. Wenig Traffic gleich wenig Geld verdienen. Viel Traffic gleich viel Geld verdienen.

Tatsächlich kann ich dem nur beipflichten. Bei Bannern und AdSense sind die Klickraten generell eher gering. Zwei Prozent sind schon top. Normal sind eher ein Prozent. Oder noch weniger. Zumal gerade Google AdSense vom Thema abhängt. Themen wie Geld oder Versicherung können dir bei nur einem Klick vier fünf Euro in die Kasse spülen. Auto dagegen lohnt kaum noch. Ich kann mich erinnern, wie ich anfangs – so 2011, 2012 – mit meinem besten Autoblog noch jeden Monat um die 100 Euro allein mit AdSense gemacht habe. Mittlerweile bin ich froh, wenn ich das in drei Monaten zusammen habe. Weil erstens die Klickraten gesunken sind. Und zweitens die Klickpreise gefallen sind. Kommt mir jedenfalls so vor. Daher habe ich AdSense nur noch auf einem meiner Autoblogs im Einsatz.

Einnahmequellen für Seiten mit wenig Traffic

Doch wenn nun Werbebanner und Google AdSense keine Option für Seiten mit wenig Traffic sind, wie können du und ich dann Geld verdienen? Mit anderen Einnahmequellen. Solche, die für Seiten und Blogs mit wenig Traffic besser passen. Die gibt es durchaus. Peer nennt vor allem Affiliate Marketing. Mit nur wenigen Lesern kannst du hier gute Provisionen erzielen. Also gutes Geld verdienen. Wobei die Sache einen Haken hat. Erstens muss das Partnerprogramm zu deiner Seite passen. Zweitens das Produkt.

Auf meinem Harzer Wanderblog würde ich zum Beispiel keine Fernseher bewerben. So weit, so klar. Wanderschuhe, Wanderrucksäcke etc. passen dagegen deutlich besser. Oder vielleicht sogar FeWos? Schließlich treffe ich beim Wandern im Harz viele Leute, die sonst woher kommen. Hamburg, Berlin und und und. Irgendwo müssen diese Leute ja schlafen?! Trotzdem muss ein Partnerprogramm mit FeWos nicht unbedingt passen. Wenn nämlich die FeWos in Timbuktu stehen. Es müsste also schon ein Partnerprogramm sein, dass allein FeWos im Harz bewirbt.

Mir persönlich fällt zudem noch die Idee der Direktvermarktung ein. Also (zum Beispiel) Harzer FeWo Vermieter direkt anschreiben und diesen Werbung anbieten. In Form von Bannern und somit als Empfehlungsmarketing. Zugegeben drifte ich damit wieder in die Ecke Banner, aber testen kann man das durchaus.

Peer rät außerdem zu einem eigenen Produkt. Beispielsweise ein eBook. Auch das wäre für meinen Harzer Wanderblog eine Idee. So á la „Meine schönsten Wandertouren im Harz“. Das könnte man sogar noch aufgliedern. „Die schönsten Wandertouren im Ostharz“. Oder „Die schönsten Wandertouren rund um den Brocken“. So in diese Richtung. Ob sich damit viel Geld verdienen lässt? Muss man (ich) wohl ebenfalls probieren. Ein eBook zu den typischen Wanderrouten zum Brocken plane ich übrigens schon länger. Aber das werde ich wohl gratis anbieten. Für einen Newsletter. Mal schauen…

Seiten mit wenig Traffic: Weitere Einnahmequellen

Mein Wanderblog gilt jetzt natürlich nur als Beispiel zum besseren Verstehen. Ich persönlich teste auf jeden Fall mal die Idee Direktvermarktung. So quasi auf Sponsorbasis. Schließlich gibt es im Harz nicht nur FeWos, sondern auch zig Freizeitanbieter. Vom Ballon fahren bis hin zu Seggy und Mountainbike Touren. Und wie sagt man so schön: fragen kosten nichts.

Wichtig ist laut Peer jedenfalls, das du deine Zielgruppe kennst. Und zwar ganz konkret deren

  • Wünsche,
  • Probleme,
  • Sorgen.

Dafür musst du die Lösungen parat haben. Zum Beispiel: Wo kann ich bei meinen nächsten Wanderurlaub im Harz übernachten? Ich muss also die Wünsche, Probleme und Sorgen der Harzwanderer ergründen. Und entsprechend Lösungen bieten. Schon verdiene ich mit relativ wenig Traffic Geld. Aha… Wobei Peer das recht schön ausdrückt: „Klasse statt Masse“. Der Spruch ist dir sicher bekannt. Aber mal ehrlich: Setzt du auf Klasse denn Masse? Oder doch eher auf Masse statt Klasse? Ich neige nur zu gern zur Masse. Leider. Aber wenn ich weiß, woran ich arbeiten muss, bin ich doch auf einen guten Weg. Und für dich gilt das gleiche!

Denn Peer hat Recht, wenn er schreibt:

„100 richtige Leser sind besser als 1.000 falsche.“

Wobei diese Aussage nicht einmal neu ist. Oder unbekannt. Sondern einfach meist nur „unbefolgt“. Allein viel Traffic ist nämlich ebenfalls kein Garant, dass dir deine Seite viel Geld verdient. Doch wie finden du und ich diese „richtigen“ Leser? Die Zielgruppe? Ganz einfach: mit Inhalt. Content. Und zwar Content, der eben die Lösungen auf die drei eben genanten Punkte bietet. Also Lösungen für Wünsche, Probleme, Sorgen. Ganz einfach, oder?

Tatsächlich IST es einfach. Du musst nur Content erstellen, der Fragen und Probleme deiner Zielgruppe – in meinem Fall Wanderer im Harz – löst.

Wenig Traffic? Finde mit Content deine Zielgruppe

Diese Fragen sind ebenfalls nicht schwer zu finden. Google hilft. Ich sage nur Google Help. Oder das W-Fragen-Tool.com. Gib’ da nur mal „Harz“ ein. Okay, da wird einiges zu Hartz 4 angezeigt, was nun so gar nix mit dem Harz zu tun hat. Ein paar Fragen liefern aber schon Ideen für neuen Content. Werde ich mit „wandern im Harz“ etwas konkreter, taucht die Frage „Wo kann ich gut wandern im Harz“ auf. Hierzu einen Artikel mit den eigenen Erfahrungen und ein paar schöne Flecken wie Zeterklippen, Schnarcherklippen oder Ottofelsen und du hast neuen Content. Bzw. ich. Dieser Content löst jedenfalls die Fragen deiner Zielgruppe – und bringt Traffic. Denn genau danach suchen die „richtigen“ Leser auf Google.

Ein weiteres Tool – das habe ich aus einem Lesertipp auf SiN gefunden – ist answerthepublic.com. Wichtig bei diesen Tool: Du musst das Länderkürzel hinter der Suchmaske auf DE (Deutschland) ändern. Oder eben auf das Land, in dessen Sprache du den Content erstellen willst. Zum Thema Wandern im Harz spuckt das Tool immerhin fünf „Fragen“ aus:

  • Die schönsten Wanderungen im Harz,
  • Die besten Wanderungen im Harz,
  • Wo wandern im Harz?
  • Wo kann man gut wandern im Harz? sowie
  • Wandern im Harz: Der offizielle Wanderführer des Harzklubs.

Immerhin ein paar Ideen. Wobei Peer noch einen guten Rat hat. Nämlich den, nicht nur an Google zu denken. Sondern ebenso (und vor allem) an die Besucher. Also an die Leser. Frage diese doch mal ganz direkt nach ihren Sorgen und Nöten. Nach ihren Wünschen. Zum Beispiel per Newsletter und Mailing-Liste, wie Peer vorschlägt. Schöner Nebeneffekt: So bindest du deine Leser gleich enger an deine Seite.

Content für die Zielgruppe: Frage deine Leser

Ich persönlich würde auch eine Umfrage versuchen. Oder in die Sidebar der Seite einen Banner setzen. So á la „Deine Sorgen, deine Wünsche? Verrate sie mir!“. Auch das Social Web würde ich nicht außen vor lassen. Facebook, Twitter und Co. sind sicher einen Versuch wert.

Zuletzt weist Peer noch auf die Optimierung hin. Nicht SEO. Sondern die Optimierung des Affiliatelinks. Wo und wie dieser eingebaut ist, kann durchaus über Erfolg und Nichterfolg entscheiden. Oder anders ausgedrückt: Ob und vor allem wie viel Geld du trotz wenig Traffic verdienst. Teste also den „Ort“ des Links. Teste außerdem die Art des Werbemittels. Funktioniert ein Textlink besser als ein Banner? Was wird mehr geklickt? Was bringt mehr Conversions? Die Antworten liefert dir das Partnerprogramm in deiner Statistik.

So kannst du optimieren. Und so trotz wenig Traffic Geld mit deiner Seite verdienen. Wobei gerade diese Optimierung eine ganze Menge ausmachen kann. Und zwar in Euro. Wichtig ist jedenfalls, dass du solche Links gut sichtbar einbaust. Am besten im sofort sichtbaren Bereich. Und nutzte pro Artikel mehr als nur einen Link. Egal ob nun auf ein Partnerprogramm oder ein eigenes Produkt. Das gleiche gilt für deinen Newsletter. „Wiederhole“ dich. Bzw. deinen Link. Sorge für regelmäßige Newsletter und Follow up Maßnahmen. Bleibe deinen Lesern im Gedächtnis.

Im Fazit ist es also sehr wohl möglich, trotz wenig Traffic Geld zu verdienen. Wenn auch nicht einfach. Aber was ist schon einfach? Im Grunde ist es das aber doch. Denn Inhalte (Content), Leser (Zielgruppe) und Einnahmequellen müssen einfach so gut wie nur möglich zueinander passen. Schon rollt der Rubel. Bzw. doch eher der Euro. Zumal du mit dem Erfolg richtig Spaß an der Seite hast. Und das heißt noch mehr Einnahmen 🙂

Tausend Dank, Peer!

Quelle: selbstaendig-im-netz.de

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