NSC ’17 #01: Nischensuche – Nische finden & analysieren

Jahr für Jahr wieder: Peer von SiN ruft zur Nischenseiten Challenge auf. WWG ist 2017 dabei, allerdings nur inoffiziell. Ist aber auch egal. Denn es geht darum, zu lernen. Und dir zu zeigen, WIE man eine Nischenseite aufbaut.

Gleich vorweg mein Outing: Meine inoffizielle „Teilnahme“ an der Nischenseiten-Challenge 2017 ist auch meine erste Nischenseite. Zwar habe ich etliche Blogs am laufen. Auch Nischenseiten habe ich schon gestartet – aber leider nie beendet. Das heißt nicht, dass diese Projekte für mich gestorben sind. Im Gegenteil, mir fehlt in der Regel die Zeit. Wenn ich nun (in)offiziell an der NSC ’17 teilnehme, bin ich aber quasi gezwungen. Also mit dem Weitermachen. Um mit dir zusammen zu lernen, wie man eine (hoffentlich) erfolgreiche Nischenseite aufbaut. Von daher gehe ich ein komplett neues Projekt an statt eines meiner „alten“ brachliegenden weiter zu machen. So kann ich dir besser zeigen, wie man eine Nischenseite aufbaut. Also, los geht’s!

Nischenseiten Challenge 2017

Zuerst kurz zur NSC ’17 und dem Wochenplan, den ich kurzerhand von Peer stibitze. Eine Nischenseite muss ich dir nicht erklären? Es geht darum, zu einem bestimmten Thema eine ganz spezifische Seite aufzubauen. Und um mit dieser Geld zu verdienen. In der Regel via Affiliate. Oder mit einem eigenen Produkt, zum Beispiel ein eBook oder einen Online-Kurs. Der Aufbau erfolgt zudem in nur 13 Wochen. Was einen späteren Ausbau der Seite natürlich nicht ausschließt. Es geht immer weiter.

Peer coacht übrigens nur noch fünf offizielle Teilnehmer der NSC ’17 statt eine eigene Nischenseite zu erstellen. Ist aber egal. Denn wir – also du und ich – wollen uns ja ebenfalls eine solche Seite aufbauen. Peer jedenfalls hat für die Nischenseiten Challenge 2017 einen Wochenplan in fünf Phasen verfasst. Den übernehmen wir. Schließlich ist es Blödsinn, das Rad neu zu erfinden. Das ist rund und das bleibt rund!

Nischenseiten-Challenge 2017: Wochenplan

NSC ’17 Woche 1: Die Suche eine Nische
Die erste der 13 Wochen ist quasi die wichtigste. Denn gleich am Anfang legen wir – eigentlich logisch – unser Thema fest. Oder eben unsere Nische. Hierzu zählt nicht allein das bloße Finden, sondern ebenso (und vor allem) die Analyse. Ob denn unsere Nische wirklich Sinn macht. Dazu später mehr.

NSC ’17 Woche 2 – 4: Das Erstellen der Nischenseite
Ist die Nische gefunden, geht es auch schon los: Die Nischenseite wird erstellt. Heißt zu Deutsch: Domain registrieren. Webspace mieten, das Grundgerüst der Seite erstellen. Hier setze ich wie wohl die meisten auf WordPress, womit zumindest das Aufsetzen der Seite flott erledigt ist. Zumal WP auch für Newbies kinderleicht zu verstehen und zu bedienen ist.

Außerdem werden die ersten Seiten erstellt. Vor allem Impressum sowie Datenschutz, um dem deutschen Recht zu entsprechen. Bei mir sind das daher die ersten Seiten überhaupt, die bei einem neuen Projekt online gehen. Außerdem werden die ersten Texte erstellt. Jetzt heißt es also richtig klotzen. Zumal zum Erstellen der Texte entsprechende Themen zu suchen sind. Auch hierzu später mehr.

NSC ’17 Woche 5 – 8: Das Vermarkten der Seite
In den Wochen fünf bis acht geht es schließlich an die Vermarktung der Seite. Also diese in Google eintragen, erste SEO Maßnahmen einleiten und somit erste Links aufbauen.

NSC ’17 Woche 9 – 10: Die Monetarisierung der Seite
Erst danach – in der neunten sowie zehnten Woche – gehen wir die Monetarisierung der Seite an. Also Affiliate-Links einbauen, Amazon und was sonst noch taugt.

NSC ’17 Woche 11 – 13: Optimierung der Nische
Zuletzt wird die Seite in den Wochen elf bis 13 optimiert. Fehler tilgen, Onpage SEO etc. Richtig gemacht, sollten nun peu à peu Traffic sowie Einnahmen steigen.

NSC ’17: Nischensuche – eine Nische finden

Wie du die Wochen genau aufteilst, ist deine Sache. Du kannst den Aufbau der Nischenseite auch ganz anders angehen. Aber wie schon gesagt: Warum das Rad neu erfinden? Blödsinn. Der Anfang jedenfalls ist eine Nische zu finden sowie diese zu analysieren. Wie zeige ich dir jetzt.

Zuerst einmal kurz zur Definition einer Nischenseite. Das ist recht einfach, denn eine Nische…

  • ist sehr spezifisch und
  • spricht eine konkrete Zielgruppe an;
  • löst ein Problem bzw. eine Sorge oder
  • erfüllt ein Bedürfnis bzw. Wunsch.

Wichtig: Die Zielgruppe ist bereit, Geld für die Lösung des Problems bzw. zur Befriedigung des Wunsches auszugeben. Ansonsten kann und wird die Nischenseite kein Geld verdienen. Wie aber nun eine solche Nische finden?

Auch das ist gar nicht so schwer. Was hast du selbst für Hobbys? Welche Dinge interessieren dich? Was ist mit Freunden und Bekannten? Welche Sorgen und Nöte gibt es? Schreibe auf, was dich und deine Umgebung interessiert und begeistert. Oder aber besorgt und ärgert. Ideen findest du viele, eben anhand von:

  • Hobbys,
  • Leidenschaften,
  • Sorgen & Nöte,
  • Ängste,
  • Wünsche.

Ordne diese Ideen in Kategorien. Als Topkategorien nennen „Experten“ – nicht jeder dieser Gurus ist tatsächlich einer – immer wieder folgende Themen:

  • Auto,
  • Sport und Fitness,
  • Beziehung, Partnersuche, SEX,
  • Abnehmen und Diät,
  • Technik,
  • Reisen.

Eine weitere Idee zum Finden einer Nische sind daher Onlineshops und Amazon. Amazon zum Beispiel nennt dir ohne jede Scheu die Topseller und beliebtesten Produkte. Und bietet dir gleich das passende Partnerprogramm. Schau dir also ruhig mal die Bestseller in den jeweiligen Kategorien an. So findest du mit Sicherheit viele neue Ideen, die dir selbst nicht einfallen würden. Wichtig: Gehe in die Tiefe. Wähle also nicht allein das Thema Auto. Eine Nische ist speziell bzw. (sehr) spezifisch. Siehe oben! Eine Nische ist nur das kleine Teil eines großen Ganzen.

NSC ’17: Nischensuche – die Nische analysieren

Wenn du deine Ideen sortiert hast, geht die eigentliche Arbeit los. Die Analyse. Hier sind nun drei Punkte wichtig und zwar:

  1. das Suchvolumen bei Google,
  2. die Konkurrenz in der Nische sowie
  3. deren finanzielles Potenzial.

Die drei Punkte entscheiden darüber, ob es Sinn macht, die Idee in eine Nischenseite zu verwandeln. Oder eben nicht. Mit anderen Worten: Ob die Nische sich lohnt – und zwar finanziell. Denn eines sollte dir klar sein: Die Erstellung einer Nischenseite ist Arbeit. Oder kostet Geld, wenn du lieber outsourcen willst. Diese Arbeit bzw. dieses Geld ist deine Investition. Und muss natürlich letzten Endes wieder hereinkommen. Zumal du auf lange Sicht sogar Geld verdienen willst. Wobei eine Nischenseite auch später noch Arbeit oder Geld kosten kann. Neue Themen und der Ausbau der Nische sind immer möglich. Ohne Arbeit oder aber Geld wird das nichts. Auch im Internet musst du für dein Geld arbeiten. Und eben diese Arbeit beginnt damit, die Nische zu analysieren. Punkt.

Der Andreas – einer der fünf offiziellen Teilnehmer der Nischenseiten Challenge 2017 – hat zum Definieren einer Nische übrigens ein paar mehr „Nischen Kriterien“ verfasst. Und zwar ganze neun, die möglichst passen sollten. Aber nicht unbedingt alle passen müssen. Hier die Kurzform:

  1. Relevantes Suchvolumen. Relevant heißt: Der User ist bereit, Geld auszugeben.
  2. Möglichst wenig oder gar kein Wettbewerb.
  3. Dein Interesse als Ersteller der Nischenseite.
  4. Ein Thema mit Zukunft statt ein Hype auf Zeit.
  5. Kein Trend wie zum Beispiel Weihnachten oder Ostern.
  6. Eine mögliche Monetarisierung via Affiliate Marketing.
  7. Erklärungsbedarf bei einem Produkt.
  8. Einen konkreten Nutzen für den User – und zwar die Nischenseite!
  9. Eine passende freie Domain.

Die Punkte von Andreas habe ich zu einer Checkliste verarbeitet, die du hier downloaden kannst! Die Checkliste ist noch mal ein bissel ausführlicher. Der Download ist natürlich gratis! Und danke an Andreas!

Nischenanalyse Teil 1: Suchvolumen der Nische

Also ran an die Analyse. Zuerst der Punkt Suchvolumen. Als Beispiel nehme ich mal Dachboxen für Autos. Früher konntest du das Suchvolumen – also die Suchanfragen pro Monat in Google – ganz einfach mit dem Google Keyword Planner checken. Heute ist das nur noch möglich, wenn du AdWords Kampagnen schaltest. Also für den Keywords Planner quasi indirekt zahlst. Doch es gibt Alternativen. Zum Beispiel ein scheinbar vergessenes Google Tool, dass die gleichen Datenbanken wie der Keywords Planner anzapft: den Global Market Finder.

Nischenanalayse mit Google Market Finder

Wähle dein Land (Deutschland) und die Sprache (Deutsch) aus. Anschließend gib’ bei Keywords deine Suchwörter (Nischen) ein. Außerdem noch kurz einen Code und dann „Potenzial anzeigen“. Jetzt noch bei „Deutschland“ das „+“ klicken und voila, schon spuckt der Global Market Finder die Daten aus. Für „Dachbox“ bzw. „Dachboxen“ 18.100 Suchanfragen pro Monat. Mmh, als Schnitt und quasi „guter Wert“ für das Suchvolumen einer Nischenseite gelten in der Regel so 5.000 bis 10.000 Suchanfragen pro Monat. Da liegt mein Beispiel schon deutlich drüber. Also keine Nische? Bzw. eine zu große „Nische“?

Nicht unbedingt. Wenn du mal auf „zusätzliche Keyword-Vorschläge aus dem Keyword-Planner“ klickst, erhältst du Keyword-Vorschläge. Und zwar natürlich solche, die zu deinem Thema passen. Zum Beispiel „Dachträger“. 6.600 Suchanfragen. Oder „Jetbag“. 2.400 Suchanfragen. Außerdem Longtail Keywords wie „Thule Dachbox“ bzw. „Thule Dachträger“. 9.900 bzw. 5.400 Anfragen. Thule ist übrigens ein Hersteller solcher Dachboxen. Quasi eine bekannte Marke. Hier jedenfalls wird’s plötzlich ganz interessant. Vor allem für mich. Als Autoblogger bin ich in dem Bereich gut aufgestellt, was die ersten Links und somit Besucher angeht. Außerdem bin ich mit ein paar anderen Autobloggern bekannt, wo ich sicher einen guten Artikel bzw. Ratgeber platzieren könnte.

Nischensuche: Alternativen zum Suchvolumen

Zurück zum Global Market Finder. Der hat nämlich durchaus Mankos. Der Finder ist nicht gerade das neueste Tool von Tante G. Das siehst du schon optisch. Das Tool wirkt schlichtweg altbacken. Die Optik ist aber nicht wichtig. Sondern die Ergebnisse, die das Tool ausspuckt. Auch hier gibt es ein paar Meckerpunkte. Zum Beispiel zeigt das Tool keine Keywords mit nur 200 oder 300 Anfragen pro Monat ab. Also keine Keys mit (extrem) geringem Suchvolumen. Angeblich werden auch nicht automatisch übersetzbare Wörter missachtet. Ergo nicht in den Ergebnissen angezeigt. Bei interessanten Synonymen durchaus schade. Außerdem soll sich der Global Market Finder mit Markennamen schwer tun. Zuletzt steht die Frage im Raum, wie lange das Tool noch erreichbar ist. Weil von G. vielleicht (und wahrscheinlich) einfach vergessen ist.

Letzten Endes kann ich damit aber leben. Zum Vergleich lohnt es übrigens, Alternativen zu nutzen. Schon allein, um die Ergebnisse des „vergessenen Tools“ auf Richtigkeit zu checken. Eine Alternative ist zum Beispiel der kwfinder.com. Das Tool ist zwar kostenpflichtig, in einer (deutlich) abgespeckten Version aber gratis nutzbar. Dann kannst du alle 24 Stunden jedoch nur drei Keywords checken. Zum Start reicht’s. In der Suchmaske von kwfinder.com gibst du jedenfalls dein Keyword – wie zum Beispiel „Dachbox(en)“ – ein, in der zweiten Spalte „Germany“ sowie in der dritten (language, Sprache) „German“ bzw. „Deutsch“. Das Ergebnis schaut so aus…

Nischenanalyse Dachbox mit KWfinder.com

Erste Erkenntnis: Der kwfinder.com zeigt auf das Keyword nur noch 14,8 k – also 14.800 – Abfragen pro Monat an. Die Auflösung gibt rechts oben das Feld „Monthly Search Volumes“, also die monatlichen Suchanfragen. Und zwar im Schnitt der letzten zwölf Monate. Die 14,8 k gelten übrigens für den März 2016. Ebenfalls klar zu erkennen: Über den Sommer steigt das Suchvolumen für „Dachbox“ sowie „Dachboxen“ deutlich an. Bis auf 27,1 k im Juli 2016.

Suchvolumen einer neuen Nische analysieren

Fazit: Mein Beispiel ist durchaus saisonal zu betrachten. Der größte Umsatz dürfte in den typischen Sommermonaten – Stichwort Ferien – zu erwarten sein. Doch selbst die schwächsten Monate Oktober 2016 sowie November 2016 brachten noch 8,1 k an Suchvolumen. Es gibt ja schließlich auch Winterferien. Ein kompletter Absturz der Verkäufe und somit der Einnahmen dürfte jedenfalls nicht zu erwarten sein. Im Gegenteil: Selbst im Winter ist das Thema gefragt. Sicher für den Skiurlaub. Hier würde ich später zudem ansetzen und das Thema um „Skiträger“ erweitern. Doch zurück zum kwfinder.com.

Der zeigt uns groß auf der linken Hälfte ähnlich dem Google Market Finder oder dem Keyword Planner gleich weitere Vorschläge für Keywords (suggestions). Zum Beispiel:

  • thule dachbox (9.900),
  • dachbox kaufen (1.000),
  • dachbox thule (1.993),
  • auto dachbox (936),
  • skibox (720),
  • thule dachträger (4.418),
  • dachkoffer (1.000)
  • und und und.

Samt den Suchvolumen (in Klammern). Auf der linken Hälfte findest du dagegen das erwähnte monatliche Suchvolumen sowie gleich links daneben die „SEO difficulty“. Bzw. zu Deutsch die „SEO Schwierigkeit“. Mit diesem Wert gibt der kwfinder.com einen Ansatz, wie leicht (oder schwer) Erfolg möglich wäre. kwfinder.com misst in dieser (eigenen) Skala:

  • 00 – 09: effortless (kinderleicht)
  • 10 – 19: go for it (leg los)
  • 20 – 29: easy (einfach)
  • 30 – 39: still easy (immer noch einfach)
  • 40 – 54: possible (machbar)
  • 55 – 74: hard (schwer)
  • 75 – 89: very hard (scheiße schwer)
  • 90 – 100: dont do it (LASS ES!)

Unser Beispiel „Dachbox“ wird mit einer 29 angegeben, also easy bzw. einfach. Mit anderen Worten: Ein gutes Ranking zu erzielen, sollte nicht allzu schwer sein. Manch einer würde nur einen Wert von maximal 20 akzeptieren. Ich halte alles bis zur 39 bzw. „still easy“ für okay. Das musst du aber für dich selbst entscheiden.

Nischenseite: Analyse der Nischen-Konkurrenz

Weitere Alternativen zur Nischensuche bzw. dem Check des Suchvolumen findet du außerdem in Tools wie zum Beispiel:

  • Google Keyword Planner (nur mit AdWords Kampagne),
  • Market Samurai (kostenpflichtig),
  • Bing Webmaster Tools oder
  • Moz Keyword Explorer.

Daneben gibt es noch weitere Tools, meist ebenfalls kostenpflichtig oder wie kwfinder.com nur begrenzt kostenlos nutzbar. Ich wage jetzt mal die Behauptung, dass kwfinder.com mit die besten Ergebnisse liefert. Vergleiche die Tools einfach selbst und ziehe deine eigenen Schlüsse.

Zumal kwfinder.com quasi als Bonus auch die ersten SERPs bzw. Treffer in Google aufzählt. So liefert dir kwfinder.com gleich einen ersten Überblick über die Konkurrenz. Eben das ist der zweite Punkt bei der Nischenseiten-Analyse, die Konkurrenz. Hier die Top 10 meines Beispiels „Dachboxen“. Und zwar:

  • kupplung.de
  • amazon.de
  • autoteilemann.de
  • atu.de
  • thule.de
  • ebay-kleinanzeigen.de
  • ebay.de
  • billiger.de
  • 1dachbox.de
  • idealo.de

Ich nenne hier jetzt nur die URL bzw. Domain ohne Rattenschwanz. Was aber ist an diesen Domains so interessant? Sie verraten dir einiges. Nämlich WAS zu unserem Keyword auf den ersten Plätzen rankt. Und zwar:

  • Shops: amazon, kupplung.de, atu.de, autoteilemann.de
  • Hersteller: thule.de
  • Kleinanzeigen: ebay.de, ebay-kleinanzeigen.de
  • Preisvergleiche: billiger.de, idealo.de
  • Nischenseite: 1dachbox.de

Einzig 1dachbox.de könnte man jetzt als Nischenseite verstehen. Wobei hinter der Seite kein Affiliate steht, sondern ein „echter“ Verkäufer. Somit eigentlich ebenfalls ein Shop. Aber: Die Seite ist als einzige der Top 10 SERPs auf unser Keyword ausgelegt. Letzten Endes spielt es keine Rolle, ob du auf (d)einer Nischenseite als Affiliate fremde Produkte oder aber ein eigenes verkaufst. Sinn und Zweck ist der gleiche. Eine Seite zu einem ganz spezifischen Thema.

Die Shops sind übrigens „keine“ Konkurrenz. Ach ne? Nein, weil sie ganz einfach ein extrem breites Spektrum an Waren bieten. Das gleiche gilt für die Preisvergleiche und Kleinanzeigen. Thule als Hersteller von Dachboxen wäre natürlich ein Konkurrent. Doch auch Thule bietet noch vieles andere rund um’s Auto an.

Nischenanalyse: Monetarisierung und Affiliate

Also ebenfalls keine Nischenseite in dem Sinne. Andere SERPs wie Wikipedia, Foren, Magazine Schrägstrich Blogs sowie YouTube Videos kannst du ebenfalls „streichen“. Die sind keine Konkurrenz für eine „echte“ Nischenseite. Fazit: Unser Keyword bzw. unsere Nische zeigt kaum Konkurrenz.

Wobei es gut ist, das eine Nischenseite in den Top 10 auftaucht. Das zeigt, dass Google bei dem Thema einer Nischenseite nicht abgeneigt ist. Mehr als zwei oder maximal drei Nischenseiten sollten aber nicht in der Top 10 sein. Weil du in dem Fall Konkurrenz ohne Ende hast. Die Nische ist quasi schon voll. Das heißt zwar nicht, dass die Nische aussichtslos ist. Aber in dem Fall hast du zu kämpfen – und verdammt viel zu arbeiten. Da ist es cleverer, wenn du dir gleich eine Nische mit weniger Konkurrenz suchst. Dann nämlich hast du mit weniger Aufwand den gleichen bzw. wohl sogar mehr Erfolg. Mit den wirklich großen Marken wie Nike, Adidas und Co. solltest du dich ebenfalls nicht anlegen. Die haben eigene SEO Teams oder genug Geld für die ganz großen Agenturen. David gegen Goliath 2.0 quasi.

Übrigens hilft bei der Konkurrenzanalyse einer Nische auch der Blick direkt in Google. Schon allein, um die Ergebnisse der diversen Tools gegen zu checken. Die Faustregel dürfte jetzt aber klar sein: Je schwächer die Konkurrenz, desto besser. Nicht unbedingt die Nische selbst, aber eben der wahrscheinliche Erfolg in Google. Also im späteren Ranking deiner Nischenseite. Klar, oder? Gut…

Nach der Konkurrenz steht schließlich der letzte Punkt der Nischenanalyse an: die Monetarisierung. Kurz und knapp: Die geilste Nische ohne jede Konkurrenz bringt dir nichts, wenn du diese nicht in irgendeiner Form monetarisieren kannst. Monetarisierung heißt: Geld machen. Von daher schaue jetzt, ob die Nische:

  • Partnerprogramme (Affiliate) oder,
  • Produkte in Amazon bietet bzw.
  • ein eigenes Produkt (eBook etc.) denkbar ist.
Ohne Moos nix los: Monetarisierung einer Nische

Der dritte und letzte Punkt – also ein eigenes Produkt – kann durchaus interessant sein. Denn mit einem eigenen Produkt verdienst du 100 Prozent. Quasi. Denn auf der anderen Seite musst du dieses eigene Produkt wie zum Beispiel ein eBook oder ein Videokurs erst einmal erstellen. Oder erstellen lassen bzw. eben dafür bezahlen. Sprich: Geld investieren. Bei der ersten Nischenseite würde ich dir daher raten, lieber auf Affiliate und Amazon zu setzen. Das minimiert das Risiko. Denn letzten Endes kann dir keiner garantieren, dass dein eBook, Videokurs oder was auch immer einschlägt wie die berühmte Bombe. Die Investition wäre im schlimmsten Fall für nichts. Egal ob nun bares Geld oder viel (eigene) Arbeit.

Zumal die Monetarisierung einen zweiten Aspekt umfasst. Und zwar eben den eigentlichen Verdienst. Bei Affiliate bzw. Amazon also die Provision. Hier lohnt ein zweiter (genauerer) Blick. Gerade bei Amazon. Hast du eine tolle Nische im Bereich TV oder Handy gefunden, erhältst du von Amazon gerade mal ein Prozent Provision. Mit anderen Worten: Selbst wenn das Produkt auf Amazon 100 Euro kostet, bekommst du bei einem Verkauf nur einen läppischen Euro. Lohnen ist was anderes.

Du solltest also besser Produkte bewerben, die dir eine möglichst hohe Provision versprechen. Wenn du auf Amazon setzt, schau’ in die Provisionstabelle. Amazon nennt die Provision übrigens Werbekostenerstattung. Amazon staffelt diese Werbekostenerstattung (bzw. Provision) nach Produktkategorie. Auf TV oder Smartphones zahlt dir Amazon wie gesagt gerade mal ein Prozent des Verkaufspreises. Auf Elektronik – zum Beispiel Computer und Kameras – immerhin drei Prozent. Auf Haushalt, Bücher, eBooks, Musik sowie DVDs zahlt dir Amazon fünf Prozent. Schon ein Unterschied. Allerdings sind hier die Preise so niedrig, das selbst die höhere Provision nichts abwirft. Nimm nur mal ein eBook für zehn Euro bei fünf Prozent Provision. Macht 50 Cent.

Nischenseite & Monetarisierung: Achtung bei der Provision

Sport und Freizeit, Körperpflege, Büro- sowie Babyartikel, Auto und Motorrad bringen dir sieben Prozent. Ich sage nur Dachboxen. So ein Ding kostet auf Amazon 100 bis an die 500 Euro. Macht sieben bis 35 Euro Provision. Das rockt. Mit nur 20 Verkäufen pro Monat sind also 140 bis 700 Euro in deine Kasse gespült. Noch mehr lohnt Schmuck, Uhren, Kleidung; zehn Prozent Werbekostenerstattung. Obacht übrigens bei Kleidung. Hier drohen viele Stornos. Denn was nicht passt, schickt der Kunde zurück – logo. Hier die Tabelle von Amazon (Stand März 2017).

Nischenanalyse Werbekostenerstattung Amazon

Von daher ein Tipp: Zäume den Gaul (= Nischenseite) von hinten auf. Heißt: Schau’ dir zuerst mögliche Provisionen an. So kannst du von deiner Liste mit Nischenideen gleich die streichen, die nur wenig Verdienst versprechen. Achte nicht allein auf den Preis des Produkts, sondern ebenso auf die Provision. So sparst du dir die Analyse von Nischen, die kein Verdienst versprechen. Weil sie nur wenige Cents abwerfen. Merke: Eine Nische zu finden, ist eigentlich nicht schwer. Schwer ist es jedoch, eine profitable Nische zu finden.

Wobei es sogar Formeln zum Errechnen der Einnahmen gibt. Und zwar in dieser Art:

  • Suchvolumen der Nische durch 75 Prozent Klicks
  • 20 Prozent der Besucher klicken Affiliate Link
  • 10 Prozent kaufen über den Affiliate Link
  • Provision (Prozente) vom Produktpreis
  • Provision des Produkts mal anzunehmende Käufer

Verwirrend? Ja… Aber doch nicht so schwer, wie es ausschaut. Als Beispiel wieder unsere Dachbox. Allerdings nicht die „Dachbox“ selbst, denn bei einem Suchvolumen von 15.000 bis knapp 20.000 pro Monat wäre das Ergebnis wohl kaum seriös. Warum? Weil du in Google zu „Dachbox“ 625.000 Treffer findest. Da auf Seite eins oder gar Platz zu ranken, musst du erst mal schaffen. Aber wie wäre es mit einer Unterseite, schließlich soll die Nischenseite ja eine gewisse Bandbreite bieten?

Nischenseite Check: Wie viel kannst du verdienen?

Also „Dachbox Thule“. Suchvolumen pro Monat 1.993, SERPs in Google 222.000. Perfekt. Unsere Rechnung schaut dann so aus:

  • Suchvolumen durch 75 % Klicks bzw.
  • 1.993 durch 100 mal 75 % (Dreisatz) = 1.495 Besucher
  • 20 Prozent klicken den Affiliate Link = 299
  • 10 Prozent kaufen über Affiliate Link = 30
  • Provision (7 %) vom Preis Thule Dachbox (300 Euro) = 21 Euro
  • Provision mal anzunehmende Käufer: 21 Euro mal 30 = 630 Euro

Klingt zu gut, um wahr zu sein? Tatsächlich gilt Obacht. Zum einen gilt diese Formel nur vage. Zumal nur dann, wenn du mit deiner Nischenseite auf Platz eins in den Google SERPs stehst. Zweitens ist Thule zwar eine Marke und entsprechend teuer, es geht aber auch billiger. Bei preisbewussten Käufern muss es vielleicht nicht Thule sein. Andererseits kann eine Thule Dachbox auch 400 oder sogar 700 Euro kosten. Und es gibt immer Käufer, die für Marken (gleich Qualität) zu zahlen bereit sind. So würde unsere Provision bei 7 % sogar 28 bzw. 49 Euro betragen. Garantieren kann dir das aber keiner. So oder so, die Nische hat durchaus Potenzial. Ziehen wir also unser Fazit!

Im Fazit müssen alle drei Punkte – Suchvolumen, Konkurrenz sowie das finanzielle Potential – passen. Kein Punkt muss absolut top sein, eher ist eine Art Harmonie wichtig. Es bringt dir nix, wenn du eine Nische ohne jede Konkurrenz findet, diese aber nicht monetarisieren kannst. Weil es kein Partnerprogramm gibt und auch Amazon nichts dazu anbietet. Es bringt dir ebenfalls nichts, wenn es hunderte Partnerprogramme mit extrem hohen Provisionen gibt, aber die Nische bereits knallhart umkämpft ist. Ergo:

  • Suchvolumen,
  • Konkurrenz sowie
  • Monetarisierung

der Nische müssen in einem gesunden Verhältnis stehen. Es kann durchaus Sinn machen, wenn du weniger Suchvolumen akzeptierst. Ein Suchvolumen von 1.000 im Monat kann okay sein.

Nischenseitenanalyse: Die Harmonie der drei Säulen

Wenn die Nische wenig oder noch besser gar keine Konkurrenz zeigt. Und außerdem die Provision passt. Ebenso kann eine eher niedrige Provision akzeptabel sein, wenn es ein hohes Suchvolumen und wieder keine Konkurrenz gibt. Dann macht es die Masse. Verlass’ dich ruhig auf dein Bauchgefühl. Denn eines ist sicher: Nicht jede neue Nischenseite ist der große Wurf. Auch echte Experten müssen immer wieder mal eine Niete einstecken. Keiner da „draußen“ bzw. im Internet hat ständig 100 Prozent Erfolg.

Hinweise auf die Profitabilität einer Nische kann dir übrigens auch Google AdWords liefern. Also wieder der Google Keyword Planner. Der zeigt dir nämlich – ebenso wie der kwfinder.com – die Klickpreise an. Je höher diese sind, desto besser. Aber was heißt „hoch“? So ab rund 40 Cent ist gut. Im Bereich Finanz sowie Versicherung gehen die Klickpreise sogar bis auf fünf sechs Euro hoch. Das aber ist selten. Jedenfalls ist AdWords ein gewisser Indikator, falls du auch auf AdSense setzen willst. Zwar ist AdSense eigentlich keine Idee für eher trafficschwache Seiten, aber ein Einbau kostet nix. Vom AdWords Klickpreis jedenfalls landen pro Klick so 60 bis 70 Prozent in deiner Kasse.

Ich jedenfalls habe mich entschieden. Und du ahnst es sicher schon. Meine Nische sind Dachboxen. Warum? Die drei Hauptpunkte passen. Zumindest in meinen Augen. Ob ich Recht habe, muss sich natürlich noch zeigen.

Nischenseiten Challenge 2017: Meine Nische Dachboxen

Mein Fazit der Nischenanalyse Dachboxen ziehe ich jedenfalls so:

  1. Das Suchvolumen ist hoch. Auf das Hauptkeyword „Dachbox(en)“ vielleicht sogar zu hoch. Dafür gibt es viele weitere Keywords, auch in Verbindung mit Namen. Wichtig ist mir zudem, dass das Thema einen Erklärungsbedarf hat. Heißt: Potenzielle Käufer suchen Infos, Tests, Vergleiche. Genau hier will ich ansetzen. Aber nicht mit Fake Tests.
  2. Die Konkurrenz ist eher gering. Wobei ich hier zugegeben noch mal einzelne (Longtail) Keywords checken muss. Doch selbst bei „Dachbox Thule“ zeigt Google auf Seite eins keine große Konkurrenz. Zumindest keine andere Nischenseite. Einzig ein Thule Händler taucht in den Top 10 auf. Ansonsten nur Amazon, Shops, Thule selbst, eBay etc.
  3. Zuletzt ist die Monetarisierung kein Problem. Amazon bietet eine riesige Auswahl an Dachboxen. Und zwar in allen Preisklassen. Von 100 bis mehrere 100 Euro. Die Provision beträgt sieben Prozent. Top. Partnerprogramme sollten ebenfalls zu finden. Bei ATU finde ich sicher was. Vielleicht könnte man sogar Thule oder einen anderen Hersteller als Sponsor gewinnen, wer weiß. Fazit: Die Nische Dachboxen verspricht finanzielles Potenzial.

Ich muss allerdings etwas zugeben. Ich habe die Idee bzw. Nische schon länger im Hinterkopf. Weil ich halt recht autoafin bin, eigene Seiten bzw. Blogs betreibe und ein gewisses Netzwerk habe. Wirklich analysiert habe ich die Nische aber erst hier und jetzt im Beispiel.

Wie geht’s weiter? Natürlich mit Schritt zwei. Domain und Webspace ordern, das Grundgerüst installieren (WordPress) und und und. Dazu aber mehr nächste Woche. Auch auf einige Themen werde ich noch mal genauer eingehen. Zum Beispiel den kwfinder.com. Ebenso wie Keywordrecherche und Contentfindung. Doch wie gesagt, mehr dazu in den nächsten Reports. Falls du Fragen hast, hinterlass’ einfach einen Kommentar.

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