NSC ‘17 #05: 10 Mythen um Nischenseiten

Die Nischenseiten Challenge 2017 ist in vollem Gange. Doch wo bleibt der nächste Report vom WWG? Hier ist er, aber in anderer Form. Denn ich bin immer noch mit dem Content beschäftigt. Dafür gibt’s 10 Mythen um Nischenseiten!

Zwei Wochen gab es auf WWG keinen Wochenreport mehr zur NSC 2017. Kein Wunder, ich liege nicht mehr im Plan. Nach vor habe ich mit der Contenterstellung zu tun, bin also noch mit dem Aufbau meiner Dachboxen Nischenseite beschäftigt. Allerdings ist mir das herzlich egal. Zum einen bringt es mich nicht um, wenn aus den 13 Wochen 15 oder sogar 16 werden. Zweitens denke ich, dass ich die Zeit wieder aufhole. Wenn es daran geht, die Nischenseite zu optimieren. Oder die Seite zu monetarisieren. Oder beim Backlinkaufbau. Zumal ich zum Wochenende wohl endlich den (ersten) Content so weit fertig habe, dass ich die Seite online stellen kann. Logo, es kommen immer wieder neue Artikel dazu. Etliche habe ich schon in der Pipeline. Denn die Arbeit an einer Nischenseite hört nie auf. Ein Mythos.

Nischenseiten Challenge 2017

Mythos ist heute übrigens das große Stichwort. Oder vielmehr Mythen. Und zwar Mythen um Nischenseiten. Der Matthias von vivacecaviar.de – wie zur Hölle spricht man das aus? – hat da einen tollen (und langen) Report zu verfasst. Also über Mythen um Nischenseiten. Die hier auf WWG wiederzugeben, lohnt allemal. Denn viele sprechen mir aus der Seele. Wobei der Matthias mit Sicherheit mehr Ahnung von Nischenseiten hat als ich. Matthias zielt mit seinem Blog auch mehr auf erfahrene Nischenseiten-Betreiber statt Newbies. Ist aber egal, denn die Mythen sind gerade für Einsteiger wie du und ich interessant. Weil sie halt mit einigem Blödsinn aufräumen. Also, los geht’s…

Mythen um Nischenseiten: Nische = passives Einkommen

Nein! Eben nicht. Das sollte jedem klar sein. Und jeder, der schon im Netz Geld verdient (oder das versucht hat), weiß, wie Recht Matthias mit dieser Ansage hat. Nischenseiten heißen eben nicht, dass das Geld ganz von selbst strömt. Dafür musst du schon einiges tun. Die Seite aufbauen. Optimieren, Backlinks setzen. Marketing machen. Und das nicht nur heute, morgen und vielleicht noch übermorgen. Sondern auch nächste Woche, nächsten Monat und nächstes Jahr.

Erst WENN deine Nischenseite rankt – und zwar in Google -, wirst du passiv Geld verdienen. Doch bis dahin hast du ein ganzes Stück Arbeit vor dir. Und selbst wenn die Seite rankt, hört die Arbeit an der Seite noch lange nicht auf. Denn irgendwann kommt der typische „Verfall“. Weil deine Konkurrenten dich übertrumpfen. Content sowie der Aufbau von Backlinks bleibt daher immer ein Thema. Zumal auch Google gern mal alle paar Monate seine Kriterien über den Haufen wirft und du neue Ideen entwickeln musst.

Wobei Matthias noch ein ganz interessantes Thema anspricht. Matthias zufolge ist es einfacher, eine bereits (gut) laufende Nischenseite zu optimieren. Mit dieser also mehr Geld zu verdienen. Verdient deine Seite 100 Euro, peile 200 oder 300 Euro. Statt eine neue Seite aufzubauen und wieder bei null anzufangen. Klingt plausibel. Denn eine Seite, die bereits Geld verdient, „mag“ Google“. Diese Seite auszubauen, lohnt daher. Ob Google deine neue Seite „mag“, ist eine andere Frage. Und eben kein Muss. Matthias meint sogar, dass du später andere Themen einbeziehen kannst. Bei meinem Beispiel Dachboxen etwa Heckträger, Fahrradträger oder sogar Scheibenwischer. Notfalls ziehst du das Projekt irgendwann auf eine allgemeine Domain um und basta.

Mythos: Eine Nischenseite braucht dein Interesse

Was deine Nischenseite übrigens von dir fordert, ist dein absolutes Interesse. Sie muss quasi deine Passion sein. Nee, eben nicht. Da bin ich mit Matthias konform. Was bringt es dir, wenn du über dein Hobby schreibst, das sonst keine Sau interessiert? Oder mit dem du einfach kein Geld verdienen kannst? Richtig, nix! Du WILLST aber mit der Nischenseite Geld verdienen. Also ist dein eigenes Interesse an dem Thema schlicht zweitrangig. Zugegeben macht die Sache mehr Spaß, wenn eigenes Interesse vorhanden ist. Doch primär geht es darum, Geld zu verdienen. Spaß ist quasi sekundär.

Ganz ehrlich? Dachboxen interessieren mich null. Aber ich denke, ich kann damit Geld verdienen. Weil ich dank etlicher Blogs autoafin bin und zudem ein gewisses Netzwerk habe. So einfach ist das. Basta!

Content ist (eben nicht) der große King

Beim nächsten Nischenseiten Mythos haut Matthias richtig einen raus. Content ist nicht King. Zumindest in punkto Qualität und Ranking. Schwacher Content kann durchaus gut ranken. Schwach heißt, dass der berühmte Mehrwert fehlt. Der Content also reines Gelabere ist. Und trotzdem gut rankt? Ja, weil Nischenseiten generell eher wenig Konkurrenz haben. Weil das Ranking auch (und mehr) von deinen Backlinks abhängt. Ohne gute Links kein Ranking. So weit klar. Und sicher richtig. Weil nämlich keiner (d)einer Nischenseite freiwillig Links spendiert. Egal, wie geil dein Content ist.

Aber: Guter Content ist trotzdem gut. Weil du neben Google auch an deine Leser denken musst. Und zwar in dem Sinne, dass deine Leser KAUFEN. Mal ehrlich: Wo würdest du kaufen? Auf einer guten Infoseite, die dir wirklich hilft? Oder auf einer Seite, die absolut null Wert bietet? Doch wohl bei der ersten Idee, oder? Und genau das sagt dann auch Matthias. Fazit: Content ist zwar King. Aber eben nicht, wenn es nur um dein Ranking geht.

Nischenseiten Mythen: Affiliatetheme ist Pflicht

Du kennst das sicher: Willst du eine Nischenseite oder eben Affiliateseite starten, raten Gurus zu einem speziellen Affiliatetheme. Also ein WordPress Theme, das ganz auf Affiliate ausgelegt ist. Matthias hat da die gleiche Meinung wie ich: Ein solches Affiliatetheme brauchst du NICHT. Matthias geht sogar noch einen Schritt weiter, denn ein solches Theme könnte deinen Erfolg sogar hindern. Weil dank diesen Themes Nischenseiten „Scheiße“ aussehen. Außerdem identisch mit anderen Seiten. Da gebe ich Matthias Recht. Punkt.

Ich gehe zudem auf Konfrontation mit jedem, der für seine Website – egal ob Nische, Blog, Shop – ein gutes Design für absolut überflüssig hält. Diese Gurus gibt es. Design schnuppe, dafür fettes Marketing. Du kennst den Spruch: Das Auge isst mit. Heißt: Wenn ein Essen gut angerichtet und garniert ist, schmeckt es (vermeintlich) doppelt so gut. So ist das auch im Netz. Eine schicke Website verleitet in meinen Augen eher zu einem Kauf als eine lieblose Seite, die – ich sage es böse – einfach dahin gewichst ist. Wobei ein Affiliatetheme durchaus Vorteile bietet. Ein Muss für deinen Erfolg ist es aber nicht.

Die guten Nischen sind längst besetzt

Auch so ein typischer Mythos rund um Nischenseiten: Die wirklich guten Themen bzw. Nischen sind längst alle besetzt. Klar, es ist alles andere als einfach, eine richtig geile Nische mit extremen Potenzial zu finden. Mit richtig Provision und ganz ohne Konkurrenz. Ganz schwer vor allem für Einsteiger. Aber perfekte Nischen gibt es eh nicht. Gute (und sehr gute) aber durchaus. Dazu gibt es ja die Nischenanalyse.

Letzten Endes geht es darum, wie gut du deine Nischenseite aufbaust. Onpage ebenso wie Offpage. Also Content und Seitenaufbau sowie Backlinks. Bist du hier besser als die Konkurrenz, bist du vorn. Bist du schlechter, eben nicht. Nischenseiten sind halt doch Arbeit.

Mythos: SEO Trends sind für Nischenseiten das A & O

Nein, sind sie nicht. Sicher ist es ratsam, immer up to date zu sein. Aber das solltest du in jeder Branche. Egal ob Banker, Anwalt, Chirurg, Maler oder Webworker. Deswegen musst du aber nicht jedem SEO Trend hinterher hecheln wie ein Karnickel der Möhre. Denn die Basics – und da hat Matthias Recht – bleiben die gleichen. Das gilt für das Onpage SEO ebenso wie für das Offpage SEO. Also den SEO Maßnahmen direkt an deiner Seite wie auch eben für den Linkaufbau.

Stecke deine Energie lieber in diese Basics als in Trends. Wenn deine Seite läuft, kannst du immer noch „experimentieren“ und diverse Trends probieren. Oder eine Nische angehen, die wirklich schon böse belegt ist. Oder was auch immer.

Die richtige Keyworddichte heißt Erfolg

Apropos SEO, der nächste Punkt ist ebenfalls interessant. Es geht um die Keyworddichte. Matthias ist da ganz hart, die „Keyworddichte ist komplett egal“. Außer in dem Punkt, wenn sie zu hoch ist. Das mag Google nicht, was dir aber sicher bekannt ist.

Laut Matthias jedenfalls reicht es, wenn du deine wichtigsten Keywords in Titel und Überschriften (H-Tags) einbaust. Dazu noch zwei drei Mal im Text, „massenhaft Synonyme“ sowie „eine ausreichend hohe Wortanzahl“. Von einer typischen Keyworddichte hält Matthias dagegen nix. Weil sich Texte dann „super behindert“ lesen und der Lesefluss flöten geht.

Schon bei 2 Prozent Keyworddichte müsste dein Keyword in einem Text á 1.000 Wort 20 Mal vorkommen. Bei einem bzw. mehreren Longtails liest sich der Text dann wirklich dämlich. Alles über 2,5 Prozent kreidet dir übrigens schon Yoast SEO als negativ an. Matthias schlägt daher folgendes „Schema“ vor:

  • Hauptkeyword in Titel und H1
  • verwandte Keywords in H2 und H3
  • unwichtige Keywords ein bis drei Mal im Text
  • Synonyme und viel Text (1.000+ Wort)

Nischenseiten Mythos: Externer Traffic kommt Ranking zugute

Den nächsten Mythos über Nischenseiten – oder überhaupt zum Thema SEO – habe ich zugegeben noch nie gehört. Und zwar, dass externer Traffic beim Ranken helfen soll. Wie das? Gute Frage… Scheinbar gab es vor ein paar Monaten den (Irr)Glauben, dass viel externer Traffic von Google mit einem besseren Ranking belohnt wird. Ich persönlich habe davon nix gehört und halte es wie Matthias für Blödsinn.

Besser dürfte da guter Content sein, um die Verweildauer zu steigern. Solche User Signals würdigt Google sehr wohl. Optimiere also lieber Onpage und setze ein paar Links auf deine Hauptkeywords. Was User übrigens gut auf deiner Seite „hält“, sind Videos oder Podcasts. Solche User Signals, also zum Beispiel wie lange User auf deiner Nischenseite bleiben, fließen tatsächlich in das Ranking ein.

Nischenseiten brauchen nur wenige Seiten

Der nächste Mythos dreht sich mal wieder um den Content. Der Mythos: Nischenseiten reicht wenig Content und ebenso wenige Seiten bzw. eben Artikel. Tatsächlich kann das stimmen – oder auch nicht. Es kommt immer ein bissel auf das Thema an. Sowie auf die Konkurrenz. Matthias weist zudem noch mal darauf hin, dass der Ausbau einer laufenden (sprich Geld verdienenden) Nischenseite einfacher ist, als eine komplett neue Seite aufzubauen. Die Nischenseite mit wenigen Seiten wächst also wahrscheinlich eh – wenn sie denn läuft.

Mythos: Keine Zeit zum Aufbau einer Nischenseite

Und da sind wir schon beim letzten und zehnten Mythos um Nischenseiten. Und zwar: Ich (also du) habe (hast) gar keine Zeit, um eine solche Nischenseite aufzubauen. Sagt wer? Du liest doch gerade diesen Artikel und hast sicher auch andere zu dem Thema gelesen? Diese Zeit hättest du auch in eine Nischenseite investieren können. Zeit hast du also durchaus. Du musst halt nur entscheiden, was du mit deiner Zeit machst. Statt abends einen dussligen Film zu sehen, könntest du Artikel schreiben. Oder beim Fernsehen eine (eventuelle) Nische analysieren.

Matthias hat sogar noch einen anderen Weg: Outsourcing. Was du selbst nicht machen willst (oder kannst), lass’ halt andere für dich erledigen. Bezahle dafür. Prompt folgt das Aber. Die erste(n) Nischenseite(n) solltest du selbst aufbauen. Um ganz einfach das Prinzip zu verstehen. Zumal Outsourcing nun mal Geld kostet. Wenn du 400 oder 500 Euro ausgibst und die Nische sich dann als Niete entpuppt, kann das weh tun. Also: Erst mal selber machen und lernen. Später kannst du dich dann auf deine eigenen Stärken konzentrieren und Dinge, die dir weniger liegen, anderen übertragen. Gerade Texte schreiben ist nicht jedermanns Sache. Ist ja auch okay. Zumal die eigene (Frei)Zeit ja ebenfalls „Wert“ hat. Das geht es mir genauso wie dir.

Fazit der 10 Mythen über Nischenseiten

So, das waren sie, die zehn Mythen über Nischenseiten. Im Grunde vieles logisch bzw. zu unlogisch, als dass du es von irgendwelchen Gurus für bare Münze nehmen solltest. Matthias warnt sogar davor, seine eigenen Ideen und Konzepte einfach zu übernehmen. Dafür mal besser den eigenen Kopf zu nutzen. Ich kann dir nur raten, den Originalartikel auf vivacecaviar.de (Link unten) zu lesen. Der ist noch mal eine Tick länger und ausführlicher als meiner, obwohl ich selbst über 2.000 Wort geschrieben habe. In der Zeit hätte ich übrigens einen Artikel für meinen DachboxenGuiDE schreiben können. So viel also zum Thema Zeit 🙂

Da das Wochenende aber wohl ins Wasser fällt und Regen angesagt ist, bin ich guter Dinge, dass meine Nischenseite nächste Woche online geht. Dann steht prompt das Optimieren, der Aufbau erster Links und vor allem die Monetarisierung an. So dürfte ich wieder aufholen. Mehr dazu im nächsten (regulären) Wochenreport Ende nächster Woche. Bis dahin! Und ein schönes (Regen)Wochenende…

Quelle: vivacecaviar.de

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