Die #NSC2018 liegt in den letzten Zügen. In zwei Wochen ist Sense, wobei die meisten – wie ich – sicher weiter an ihren Nischenseiten arbeiten. Bei mir stand die Tage jedenfalls Onpage-SEO an. Außerdem gab es die ersten Einnahmen.

Mein letzter Report liegt schon eine ganze Weile zurück. Sorry, aber derzeit sitze ich an mehreren Seiten und Blogs. Zeit ist daher einfach Mangelware. Logisch, dass ich hier und da auch zwei drei Stunden in meine neue Nischenseite wanderzelt.de investiert habe. Neu sind zwei weitere Infoseiten zum Pyramidenzelt und zum Lavvu bzw. Tipi. Bei beiden Seiten habe ich außerdem per AAWP* Bestseller-Listen eingebaut. Parallel nenne ich bei beiden Zelttypen einige Modelle, die natürlich ebenfalls auf passende Amazon-Produkte verlinken. So biete ich erstens dem User einen gewissen Mehrwert. Weil dieser a) gleich ein paar passende Zelte erhält, b) obendrein erfährt, für wie viele Personen das Zelt ausgelegt ist. Ich wiederum setzte so zweitens ein paar Affiliate-Links, über welche ich im besten Fall Geld verdiene.

Onpage-SEO: Yoast SEO nimmt dir die Arbeit ab…

Ansonsten habe ich vor allem die einzelnen Seiten optimiert, also Onpage-SEO gemacht. Hier kann ich dir nur raten, ein SEO-Tool wie zum Beispiel Yoast SEO zu installieren. Einfacher geht Onpage-SEO nicht, weil du nur die Tipps des Tools abarbeiten musst. Yoast SEO verrät dir unter dem Artikel jeweils genau, wie gut dein Artikel für Google optimiert ist. Und zwar konkret zu diesen Punkten:

  • Bilder,
  • externe Links,
  • interne Links,
  • Hauptkeyword im Textanfang,
  • Länge des Hauptkeywords,
  • Häufigkeit des Keywords,
  • Nutzung des Keywords in der Meta-Description,
  • Länge der Meta-Description,
  • vorherige Nutzung des Keywords,
  • Nutzung des Keywords in H-Überschriften,
  • Länge des Textes,
  • Nutzung des Keywords im Titel,
  • Breite (Länge) des Titels,
  • Nutzung des Keywords in der URL.

Du siehst, besser geht es nicht. Top ist dein Text natürlich, wenn Yoast SEO alle Punkte mit einem grünen Kreis markiert. Orange wäre so lalala, also besser machbar. Rot ist hingegen schlecht, das geht deutlich besser. In meinem Screen siehst du nur einen roten Punkt und zwar bei „Bilder“. Weil noch keine eingebaut sind. Wobei es eher darum geht, dass du Bildern ein entsprechendes Alt-Attribut zuweist. Nutzt du in diesem Attribut dein Hauptkeyword, ist die Yoast-Ampel grün. Ich selbst habe leider noch keine Bilder zu Hand, allerdings hole ich das in der langsam beginnenden Outdoor-Saison nach.

Yoast SEO-Analyse

Wichtig ist letzten Endes, dass im Fazit oben rechts bei „SEO“ ein grünes Y sowie ein „gut“ steht. Dann passt dein SEO, alles okay. Orange zeigt wie gesagt durchaus Potenzial zum Optimieren, rot wäre einfach nur schlecht.

Fazit: Onpage-SEO ist mit richtigen Tool nicht schwer, sondern eher eine Fleißaufgabe. Dass diese lohnt, weil Google deine Optimierungen mit einem guten Ranking belohnt, muss ich sicher nicht erwähnen.

Noch mehr Onpage-SEO: Breadcrumbs & Rich Snippets

Wobei du deine Nischenseite noch weiter optimieren kannst. Und zwar mit Breadcrumbs und Rich Snippets. Breadcrumbs? Rich Snippets? Zuerst die Breadcrumbs. Zu Deutsch: Brotkrümel. Tatsächlich erinnern diese an Hänsel und Gretel auf ihrem Weg in den Wald, bei welchen Hänsel mit den Krumen versuchte, den Weg zu markieren.

Auf einer Website ist eine solche Breadcrumbs-Navigation – neben der Haupt-Navi – doppelt sinnvoll. Erstens finden sich deine User besser auf deiner Seite zurecht. Schau einfach mal auf meinen Screenshot. Du siehst sofort, wo du gerade bist. So kannst du fix auf die letzte Ebene oder gleich zur Startseite wechseln. Zweitens verbesserst du so die Usability deiner Seite. Weil die Breadcrumbs in der Regel der Hierarchie folgen. Interessant ist hier natürlich, das Google die Usability ebenfalls als Rankingfaktor nutzt.

Fazit: Selbst wenn mir Breadcrumbs optisch nicht unbedingt gefallen, in punkto SEO und Usability sind die Brotkrümel top. Wobei nicht jedes Theme Breadcrumbs unterstützt. NicheWP* ja. Einstellen kannst du die Brotkrümel mit YOAST SEO: Menüpunkt SEO > Darstellung in der Suche > Reiter oben „Breadcrumbs“.

Tipp: Die Breadcrumbs solltest du kürzen. Hier hilft ebenfalls Yoast SEO. Links das Zahnrad klicken, dann unter „Breadcrumb-Titel“ den Titel eingeben. Sonst hast du in der Brotkrümel-Navi einen wahren Rattenschwanz, weil das System die Titel der Seiten nutzt.

Breadcrumbs Navigation

Rich Snippets dienen hingegen der Klickrate. Wie das geht? Du „pimpst“ die Snippets zum Beispiel mit Symbolen. Häkchen, Kreuze, etc. So fallen diese den Usern in den SERPs eher ins Auge, weil Google deine Seite quasi hervorhebt. Konsequenz: die Klickrate steigt. Zumindest in der Theorie. Google nutzt für diese Snippets (gleich Textbausteine) übrigens deine Meta Description. Über diese kannst du deine Snippets aufpeppen, also wieder mit Yoast SEO. Die Symbole findest du in Snippet Generatoren wie auf saney.com.

Verlinke deine Nischenseite intern….

Noch mal zurück zum Onpage-SEO. Ganz wichtig ist die interne Verlinkung. Also dass du die einzelnen (Unter)Seiten deiner Nischenseite schön untereinander verlinkst. Wild verlinken solltest du dennoch nicht, es muss passen. Ein guter Ansatz ist die „Silo-Verlinkung“. Diese meint, dass du vor allem innerhalb der Kategorien verlinkst, aber diese nicht unbedingt untereinander. Wenn, dann nur in Ausnahmefällen. Denn so wie die internen Links deiner Seite bei Google nützen, kann eine zu wüste Verlinkung ohne Struktur auch schaden.

Was aber meint nun dieses „Silo“ konkret? Ganz einfach: Deine einzelnen Kategorien sind quasi die Silos. Auf wanderzelt.de habe ich zum Beispiel die Kategorien Ratgeber, Zelttypen oder Zubehör. Das wären die Silos. Dass ich nun die Unterseiten von Ratgeber (Silo I) oder Zelttypen (Silo II) untereinander verlinke, ist klar. Aber: Zwischen Silo I und Silo II – sowie zu den anderen Silos – solltest du weniger verlinken. Ab und an ist okay, zu viele „Querverlinkungen“ der einzelnen Silos könnten aber schaden. Könnten.

Silo Verlinkung

Denn bei Nischenseiten sehe ich das Thema nicht so eng. Weil hier die Thematik doch extrem eng ausgelegt ist. Bei Shops ist das schon anders. Da kannst du zum Beispiel Schuhe, Hosen, Jacken, Hüte und Socken verkaufen. Für Kinder, Frauen, Männer. Hier wild „quer“ zu verlinken, kommt bei Google nicht gut an. Wie gesagt, bei einer Nischenseite ist das Thema weniger böse. Dennoch solltest du auch auf einer kleinen Nischenseite immer passend verlinken.

Im Fazit ist jedenfalls wichtig, DASS du intern verlinkst. Zum einen natürlich aus dem Grund, deine User zu leiten. Zum anderen außerdem, um Google deine Unterseiten zu „zeigen“.

Interne Verlinkung: Hart oder weich?

Interessant ist außerdem, WIE du verlinkst? Hart? Also mit den typischen Keywords? Oder eher „weich“, also im Stile von „mehr Infos hier“? Die Frage ist berechtigt, denn im Linkaufbau predigen alle SEOs, bloß nicht zu hart zu verlinken. Beim Aufbau von Backlinks solltest du daher öfters nur die URL deiner Seite oder eben so etwas wie „weitere Infos hier“ als Textlink nutzen. Aber nicht nur. Ab und an ein „hartes“ Keywords als Linktext ist okay. Der Mix macht es. Aber eben nur beim Backlink-Aufbau.

Bei der internen Verlinkung ist hingegen hart die Regel. Weil hart besser ist. Schließlich willst du User und Google durch deine Seite leiten. Also nutze harte Links, die genau sagen, was User und Google hinter dem Link erwartet.

Merke: Bei der internen Verlinkung setze auf harte Keywords. Verlinke ich auf den Zelttyp Kuppelzelt, ist der ideale Linktext „Kuppelzelt“. Beim Aufbau (externer) Backlinks ist hingegen ein Mix verschiedener Linktexte besser. Und zwar ungefähr so…

  • URL (mit und ohne www)
  • „hier“, „mehr Infos“ etc.
  • Keyword

Als kleine Faustformel: Dein Keyword sollte nur rund ein Viertel der Link- bzw. Anchortexte ausmachen. Aber wie gesagt: Das gilt allein für die externe Verlinkung. Bei der internen Verlinkung nutze die entsprechenden Keywords. Wichtig: Verlinke aus deinen Texten heraus. Links aus dem Footer oder der Sidebar bringen nix. Hier solltest du eher allgemeine Seiten wie Impressum, Datenschutz oder deine Social Media-Kanäle verlinken. Oder die neuesten Beiträge sowie Kategorien.

Tipp: Einen Top-Report zum Aufbau von (externen) Backlinks findest du auf bonek.de!

FLESCH: Achte auf die Lesbarkeit deiner Texte

Ebenfalls ein wichtiges Thema – zumindest in meinen Augen – ist die Lesbarkeit deiner Texte. Gemessen wird diese mit dem sogenannten FLESCH-Score. Auch hier hilft dir das WP-Plugin Yoast SEO. Doch zuerst einmal zum „Hintergedanken“ der Lesbarkeit. Im Vergleich zu Printmedien herrschen im Netz quasi andere Gesetze, was die Texte angeht. Und zwar in dem Sinne, dass das Lesen am PC, Tablet oder gar Smartphone anstrengender ist als das in einer Zeitung oder einem Buch. Heißt: Du solltest deinen Usern die Texte so einfach wie möglich machen. Wie du das schaffst? Die Antwort ist einfach und mit nur zwei Punkten erklärt…

  1. kurze Sätze,
  2. kurze Wörter.

Was das konkret heißt? Erstens solltest du deine Sätze so kurz und einfach wie möglich halten. Höchstens 20 Wörter. Keine Schachtelsätze. Hauptsatz, Nebensatz, Punkt. Noch besser: nur Hauptsatz. Texte deine Artikel kurz und knackig. Zweitens solltest du auf die Wörter achten. Denn auch diese sollten möglichst kurz sein. Es lohnt daher, wenn du Wörter stückelst. Also statt „Backlinkaufbau“ besser „Aufbau von Backlinks“. Statt „offenbaren“ besser „nennen“. Weil laut FLESCH jedes Wort mit mehr als zwei Silben „schlecht“ ist. Drei Silben sind also schon nicht mehr „gut“. Vier Silben noch schlechter, fünf noch mal schlechter und so fort.

Noch mal: Deine Leser sollen sich bei deinen (Online)Texten so wenig wie möglich anstrengen müssen. Nur als Beispiel: Ich bin Formel 1-Fan und lese gern auf formel1.de die News. Nur: Die Autoren dort haben scheinbar noch nie etwas von FLESCH und Lesbarkeit gehört. Schachtelsätze der schlimmsten Sorte sind normal. Folge: Manche Sätze muss ich abends am Tablet drei oder vier Mal lesen, bis ich sie kapiere. Ergo: Die Lesbarkeit der Texte ist schlecht, weil anstrengend. Mache es deinen Usern bzw. Lesern einfach, achte auf den FLESCH-Score.

Webtexte müssen kurz und knackig sein…

Wie gesagt: Yoast SEO hilft dir auch bei der Lesbarkeit deiner Texte. Checken kannst du diese mit der „Lesbarkeits-Analyse“. Wie beim Onpage-SEO misst Yoast mit grüner (gut), oranger (lalala) oder roter Ampel (schlecht). Yoast SEO schaut dabei auf…

  • FLESCH (kurze Sätze, kurze Wörter),
  • (keine) passive Sätze wie werden etc.,
  • Textlänge nach Überschriften,
  • Länge der Absätze,
  • Länge der Sätze,
  • aufeinanderfolgende Sätze mit gleichem Anfang,
  • Bindewörter (sowie, außerdem etc.)

Zum Verständnis: Nach einer Zwischenüberschrift (H-Tag) solltest du maximal 300 Wörter schreiben. Hast du mehr, füge weitere Zwischenüberschriften ein. Abätze sollten höchstens 150 Wörter lang sein. Sätze höchstens 20 Wörter. Die Wörter möglichst nicht mehr als zwei Silben haben. Das hört sich jetzt alles böse an, doch je mehr Wörter dein Text enthält, desto mehr „zieht“ sich das. Weil der Schnitt zählt. Du kannst ruhig ein paar Zungenbrecher mit fünf sechs Silben einbauen. Bei einem Text von 1.000 Wort „verschwinden“ diese im Durchschnitt. Was gut oder nicht gut ist, verrät dir dann Yoast SEO.

Yoast SEO Lesbarkeits-Analyse FLESCH

In meinem Screenshot siehst du übrigens, was gut, nicht so gut und schlecht ist. Zum einen meckert Yoast SEO, dass drei aufeinanderfolgende Sätze mit dem gleichen Wort beginnen. Der Fehler findet sich in der Aufzählung entsprechender Zelte, wo ich drei Zelte von 10T nenne – nacheinander. Lösung: Da muss ein anderer Hersteller (anderes Zelt) dazwischen. Oder eines der drei Zelte muss raus. Der zweite Fehler: zwei Absätze nach dem H-Tag sind zu lang. Lösung: weitere Zwischenüberschriften.

Tipp: Um die Fehler schneller zu finden, wechsele in den Modus „Visuell“ und klicke bei Yoast neben dem Fehler das Auge. Yoast hebt dir die Stellen dann farbig hervor.

Über den FLESCH-Score habe ich übrigens bereits zwei Artikel geschrieben:

wanderzelt.de: nächste Arbeiten, Rankings, Einnahmen

So weit zum Thema Onpage-SEO. Die Lesbarkeit würde ich an deiner Stelle durchaus beachten. Google schaut bekanntlich immer mehr auf hochwertigen Content. Eine gute Lesbarkeit könnte also einen Extrapunkt bringen. Belegen kann ich das allerdings nicht.

Im nächsten Report gehe ich schließlich auf den Aufbau von Backlinks ein. Auf diesen liegt – neben neuen Content – die nächsten Wochen bzw. Monate mein Fokus. Außerdem will ich schauen, die Seiten noch besser intern zu verlinken. Via AAWP* plane ich außerdem einige Vergleichstabellen. Speziell die Indexseite ist mir zu „nackt“. Da kann ich mit Links, Tabellen sowie Produktboxen sicher ein paar Sales generieren.

Apropos: Die Tage gab es auf wanderzelt.de tatsächlich den ersten Umsatz. Zwar nur irgendwas um die 90 Cent, aber immerhin. Und: Die Woche gab es die nächsten Sales, womit ich bereits drei Verkäufe erzielen konnte. Provision im März bisher: 7,32 Euro. Schön für mich ist damit vor allem die Gewissheit, dass die Seite beim User „ankommt“.

Zuletzt noch ein paar Rankings (Desktop): Auf „wanderzelt“ liege ich auf Platz zwei. Auf „trekkingzelt“ auf 74, auf „trekkingzelt kaufen“ auf 29. Bei den zwei letzteren kann ich also mit Backlinks sicher einiges erreichen. Ebenso wie bei den diversen Zelttypen. Ergo: Es gibt weiterhin viel zu tun.

Daher eine kleine Randnotiz: Auch wenn die Nischenseiten-Challenge in ein paar Tagen endet, gibt es hier auf WWG weitere Reports. Was ich mache, wie sich die Seite entwickelt und und und. Trotz dem Ende der #NSC2018 geht es als munter weiter :-)

 ZeitaufwandKostenEinnahmen
Woche 013 Stunden00
Woche 022 Stunden33,36 Euro (Hosting)0
Woche 035 Stunden00
Woche 045 Stunden00
Woche 05-1345 Stunden00
Woche 14-1615 Stunden00
Woche 17-2115 Stunden07,32 Euro
GESAMT90 Stunden33,36 Euro7,32 Euro